Expertenwissen Unabhängige & kostenlose Beratung Versandkostenfrei ab 49€
Expertenwissen

Verdauung

Verdauung

Der Verdauungsapparat des Pferdes ist sehr komplex. Der Magen- und Darmtrakt des Pferdes gehört zu den sensibelsten Verdauungsapparaten der Tierwelt. Zu den Verdauungsorganen gehört der sogenannte Kopfdarm des Pferdes, also die Maulhöhle mit ihren Zähnen und Speicheldrüsen, die Speiseröhre als Transportweg, der Magen, der Dünndarm mit seinen verschiedenen Teilen namens Duodenum, Jejunum und Ileum, sowie der Dickdarm aus den Teilen Zäkum (Blinddarm), Colon (Dickdarm) und Rektum (Enddarm). Allerdings zählt man auch die Leber und Galle, sowie die Bauchspeicheldrüse zu den Organen, die für die Verdauung unverzichtbar sind. Jedoch besitzt ein Pferd, im Gegensatz zu vielen anderen Tieren, keine Gallenblase sondern produziert permanent Gallenflüssigkeit. 

Je nach Definition umfasst der Begriff „Verdauung“ bereits die Aufnahme von Futtermitteln, das Zerkleinern und Zermahlen der Futtermittel im Maul mit Hilfe der Zähne, und das Einspeicheln des Futterbreis zum besseren Transport durch die Speiseröhre in den Magen. Dort wird der Futterbrei sowohl durch die Magensäure weiterbearbeitet, als auch von Enzymen die aus der Magenwand in den Magen hinein produziert werden. Der Futterbrei wird nach wenigen Stunden samt Speichel und Magensekreten in den Dünndarm geleitet, wo er mit Bauchspeicheldrüsensekret und Gallensekret weiter verdünnt und stark enzymatisch bearbeitet wird. Durch diese Bearbeitung werden Nährstoffe in kleinste Einheiten zerlegt, die dann durch die Dünndarmwand in den Körper hinein resorbiert werden können. Große und stabile Faseranteile, wie zum Beispiel aus Heu, reisen mit Hilfe der vielen Sekrete weiter in den Dickdarm des Pferdes und werden dort durch die Darmbakterien weiter zerlegt. Die Bakterien des Darmes produzieren neben Vitaminen vor allem flüchtige Fettsäuren, die durch die Darmwand des Pferdes in das Blut gelangen und vom Pferd zur Kohlenhydratverwertung in den Zellen genutzt werden.

Für gesunde Verdauungsprozesse benötigt das Pferd gesunde Verdauungsorgane. Daher gehört es zur grundsätzlichen Vorsorge lange Fresspausen zu vermeiden und dem Pferd alle notwendigen Nährstoffe durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung zur Verfügung zu stellen. 

Kolik

Unter dem Begriff „Kolik“ fasst man zunächst alle Krankheiten des Verdauungstraktes und damit verbundenen Schmerzanzeichen zusammen. Eine Kolik ist keine Krankheit, sondern vor allem eine Zustandsbeschreibung. „Kolik“ bedeutet also in erster Linie Bauchschmerzen. Diese können sowohl durch eine Magenerkrankung als auch durch eine Darmerkrankung entstehen. Auch Leber-, Bauchspeicheldrüse und...

Vollständigen Artikel lesen
Magengeschwür

Der Pferdemagen ist eines der empfindlichsten Organe. Magenprobleme beim Pferd können durch schlechtes Futtermanagement, zu viel Kraftfutter, Stress aber auch viele weitere Faktoren begünstigt werden. Der Magen an sich kann auf unterschiedliche Weise erkranken. Die Bandbreite reicht von einer Schleimhautreizung (Gastritis) über eine flächige Entzündung des Drüsenmagens bis hin zu schweren...

Vollständigen Artikel lesen
Kotwasser

Kotwasser ist das Absetzen von Darmsekret mit und ohne Absetzen von Kot. Kotwasser bei Pferden ist ein multifaktorielles Problem. Das bedeutet, es kann viele Auslöser oder mehrere Auslöser gleichzeitig haben. Kotwasser ist jedoch keine alleinstehende Erkrankung, sondern nur ein Symptom.  

Vollständigen Artikel lesen
Durchfall

Bei Durchfall handelt es sich um das häufige Absetzen von breiigem, flüssigem oder sogar wässrigem Kot. Kurzfristige Durchfälle sind kein Problem. Bessert sich der Zustand jedoch nicht innerhalb weniger Stunden, muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Vollständigen Artikel lesen
Wurmbefall

Darmparasiten gehören zum Pferd dazu. Es gibt kein wurmfreies Pferd. Trotzdem können sie, bei übermäßiger Vermehrung ein Pferd krank machen. Manche Würmer sollte man daher gut im Auge behalten, denn wenn sie auftreten, können sie die Gesundheit des Pferdes stark negativ beeinflussen.

Vollständigen Artikel lesen
Schlundverstopfung

Die Speiseröhre oder Schlund des Pferdes ist ca. 1 Meter lang und führt vom Kehlkopf zum Magen. Das eingespeichelte Futter gleitet im Normalfall, unterstützt durch die Muskulatur der Speiseröhre, problemlos den langen Weg entlang. Zahnprobleme, die Fütterung von schlecht eingeweichten Heucobs, zu große Kraftfuttermengen und hektisches Fressen können jedoch zu Verstopfungen der Speiseröhre...

Vollständigen Artikel lesen
Anweiden

Jedes Jahr im Frühjahr fragen sich Pferdebesitzer, wie und wann man ein Pferd am besten anweidet und worauf man achten sollte. Das Anweiden stellt für das Pferd nach dem Winter eine große Futterumstellung dar. Daher sollte es immer langsam, regelmäßig und mit Plan geschehen und bestenfalls auch bei schlechtem Wetter nicht unterbrochen werden.  

Vollständigen Artikel lesen
Zuletzt angesehen